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SOMIT
Schonendes Operieren mit Innovativer Technik
BMBF

Schonendes Operieren mit innovativen Techniken – SOMIT stellt neueste Ergebnisse und Technologien auf Weltkongress für Medizintechnik in München vor



<München, September 2009> Auf dem weltweit wichtigsten Branchentreffen für Medizin- und Biomedizintechnik in München präsentiert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Forschungsprogramm „Schonendes Operieren mit innovativen Techniken“ (SOMIT) der internationalen Fachwelt ihre neuesten Ergebnisse und Technologien. Die in der SOMIT zusammengeschlossenen Forschungsverbünde FUSION, OrthoMIT und CoHS erforschen und entwickeln zukunftsorientierte Gesamtkonzepte für die Planung und Durchführung von Operationen unterschiedlicher Krankheitsbilder.

Unter der Leitvision „Schonendes Operieren mit innovativen Techniken“ arbeiten Partner aus Wissenschaft, Medizin und Industrie an der Entwicklung prozessoptimierter Operationsverfahren mit Blick auf den gesamten Clinical Pathway und unter Berücksichtigung der jeweiligen fachspezifischen Anforderungen. Hierbei werden Ergebnisse aus unterschiedlichen Technikfeldern, wie z.B. Mikroelektronik und Sensorik, mit klinischen Entwicklungslinien so kombiniert, dass anwenderfreundliche, integrative OP-Systeme entstehen. Ziel der aus einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Jahr 2003 hervorgegangenen Forschungsverbünde ist es, mittels minimal invasiver und computerunterstützter Chirurgieverfahren die Patientenbelastung während und nach der Operation zu reduzieren und die diagnostische und therapeutische Präzision zu steigern.

 

Mit dem Schwerpunkt der schonenden Leberchirurgie entwickeln die Partner des FUSION-Konsortiums individualisierte Präzisionschirurgie für Weichgewebe. „Leberoperationen gehören zu den größten Herausforderungen in der Chirurgie. Die Leber ist das zentrale Organ des Stoffwechsels und von vier verschiedenen Gefäßbäumen durchzogen. Ein falscher Schnitt, und das ganze Lebergewebe kann absterben – mit schweren Folgen für den Patienten“, erklärt Dr. Raimund Mildner, Verbundsprojektkoordinator von FUSION. Zentraler Bestandteil des FUSION-Projekts ist daher die Entwicklung von Assistenzsystemen, die den Chirurgen durch präoperatives Training mit einem interaktiven Lehrsystem über die Eingriffsplanung bis zur Operation mit bildgestützter Navigation unterstützen. „Hinter diesen Verfahren verbirgt sich neben der medizinischen Kompetenz ein hochkomplexes mathematisches System, das die bestmögliche Schnittführung errechnet“, so Dr. Mildner.

 

Das Zusammenwachsen der Medizintechnik mit der Informationstechnologie bestimmt die Zukunft des schonenden Operierens. So forscht und entwickelt man auch im Verbundprojekt OrthoMIT an einer integrierten und wissensbasierten Plattform für die schonende operative Therapie von Knochen- und Gelenkkrankheiten in Orthopädie und Traumatologie. Mit Blick auf den gesamten Workflow im OP-Bereich bis hin zur Rehabilitation entwickeln die Partner von OrthoMIT minimal-invasive chirurgische Strategien, sensorbasierte Planungs- und Navigationssysteme sowie interventionelle Bildgebungsverfahren. „Die Entwicklung einer neuen Generation optimierter modularer und computerintegrierter Arbeitsplätze und Verfahren sind nicht nur aus medizini-scher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht von besonderer Bedeutung. Die hervorragende Forschungs- und Entwicklungsarbeit der in der SOMIT zusammengeschlossenen Verbünde stärkt die Position der deutschen Medizintechnik-Industrie weltweit. Einige unserer Partner gelten als weltweit angesehene und stark nachgefragte Koryphäen ihres Fachs“, so Prof. Dr. Niethard, Sprecher des Verbundprojekts OrthoMIT.

 

Darüber hinaus, so ergänzt der Koordinator des Verbundprojekts CoHS, Volker Wiechmann, gehöre es auch zu den Aufgaben von SOMIT, „aus den OP-Prototypen, wie den zur Presbyopie-Diagnose und -Therapie bei uns am Kopfchirurgischen Zentrum CoHS, verallgemeinerungsfähige Konzepte abzuleiten, die fachübergreifend zur Geltung gelangen können“.

 

Highlights des „Schonenden Operierens mit innovativen Techniken“ werden der internationalen Fachwelt noch bis zum 11. September auf dem Weltkongress Medizin- und Biomedizintechnik in München am Stand 42 präsentiert.